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21.07.2010 14:45
Vor der Reise nach Kasachstan las ich von C.S. Lewis die Narnia-Buchreihe, die Hauptpersonen reisen in den Romanen durch fremde Welten. So kam ich mir in Kasachstan vor, wie ein Reisender in einer fremden Welt.
Die Lebensumstände, die Lebensverhältnisse im Alltag sind ganz andere als in Deutschland. Während in deutschen Gärten fast kein Kartoffel und Gemüseanbau mehr zu sehen ist, ist in kasachischen Gärten kein Zierrasen zu sehen. Die Selbstversorgung mit Kartoffeln, Gemüse, Tomaten und Obst ist eine wichtige Nahrungsquelle, auch um einen Vorrat für die Wintermonate aufzubauen. Auf den Dörfern gehören wie selbstverständlich Hühner, Enten aber auch Schweine, Schafe und Kühe zum Haushalt. Bei unseren Besuchen wurden wir von den Besitzern mit großem Stolz durch ihre Ställe geführt.

Das Höchste aber ist der Besitz eines Pferdes. Eine solche Stallführung abzulehnen, würde den Hausbesitzer tief kränken. Die Tiere sind für die Familien eine wichtige Quelle zur Versorgung mit Eiern, Milch und Fleisch. Nicht selten wird Butter, Schmand und Käse selbst hergestellt. Häufig wurde uns selbstgebackenes Brot angeboten, was übrigens sehr gut schmeckt. Selbst der Honig stammt oft vom eigenen Bienenstock. In welch einer anderen Welt lebe ich in Deutschland als ein im Supermarkt einkaufender Büro-Angestellter. So prägt die Viehversorgung den Lebensrhythmus eines Dorfes. Arbeitstellen sind im ländlichen Bereich rar, Jobs werden oft sehr schlecht bezahlt. Eventuelle staatliche Hilfen decken hier nur einen Bruchteil des überlebensnotwendigen Geldbedarfs. Selbstversorgung ist lebensnotwendig.
Das Leben in den Dörfern ist sehr einfach, die Häuser sind klein und mit wenig Komfort, Wasser wird aus Brunnen gewonnen, die Toilette ist hinter dem Haus. Das Leben im Winter bei strengen Minusgraden und Schnee stelle ich mir hart vor. Trotzdem würde ich lieber hier als in einem der Plattenbau in der Stadt wohnen. Aber im Bereich der Selbstversorgung müsste ich dann noch sehr viel lernen!
Kurz bevor wir unseren Besuch bei Marat und Natascha beenden wollten, wurde Natascha plötzlich ganz aufgeregt. Ihr habt ja das Kälbchen noch nicht gar nicht gesehen! Zur Hochzeit von Marat und Natascha hatte Hoffnung für Kasachstan ihnen als Starthilfe ein Darlehen für den Kauf einer Kuh gewährt. Im Frühjahr hatte diese Kuh ein Kälbchen bekommen. Nun präsentierten sie uns dankbar und stolz dieses Kälbchen und erst danach durften wir den Besuch beenden,

Tief beeindruckt bin ich immer wieder von der großen Gastfreundschaft die uns entgegen gebracht wurde. Bei jedem Besuch in einem Privathaus wurden wir zum Essen eingeladen und reichlich bewirtet. Obligatorisch ist der Abschluss der Mahlzeit, mit süßen Bonbons, Marmeladen, Obst und einem sehr guten Tee. Ein Brauch an den ich mich, auch hier in Deutschland, sehr gut gewöhnen könnte.
Die Menschen begegnen uns Deutschen sehr freundlich und offen. Ein Mann kam auf mich zu und fragte nach ob er mich anfassen dürfte, er hätte noch nie einen Deutschen angefasst.

In einem Dorf hat mich ein Erlebnis zum Nachdenken gebracht. Wir waren hier zu Gast bei einer Familie. Als ich ihr kleines sehr einfaches Haus betrachtete stellte ich für mich in meinen Gedanken fest, dass es mir sehr schwer fallen würde in diesem Haus zu leben. Dabei kocht diese Familie hier fünfmal in der Woche für zehn Kinder aus armen Familien, ein warmes Essen. Etwas später erzählte uns der Mann aus seinem Leben. Als Jugendlicher war er auf die schiefe Bahn gekommen. Er landete im Gefängnis und stand nach seiner Entlassung mit Nichts da. Er lebte in den Häuserruinen des Dorfes. Jetzt habe ihm Gott ein neues Leben gegeben! Er habe einen Job, eine Frau und Kinder, ein Auto und sogar dieses Haus. Er wäre Gott so dankbar, was wolle er denn noch mehr. Dies hat mich tief beschämt, und ich habe Abbitte vor Gott getan, für meine bewertenden Gedanken.
Die meisten Bewohner einer Stadt an einem Eisenbahnknotenpunkt, die wir dann besuchen, sind arm, viele Kinder unversorgt. Das hatten wir schon bei der vorigen Reise gesehen. In dieser trostlosen tristen Stadt mit 17. 000 Einwohnern waren uns die hohe Arbeitslosigkeit und die großen Alkoholprobleme aufgefallen.
Eine christliche Familie mit drei Kindern (eins davon ist noch ein Baby), die selbst in sehr bescheidenen Verhältnissen lebt, kocht hier an sechs Tagen in der Woche für zehn teilweise behinderte Kinder. Kinder die sonst hungern müssten. Hoffnung für Kasachstan unterstützt hier die Finanzierung der Lebensmitteleinkäufe.

Zum ersten Mal besuchten wir die Familie in ihrer Privatwohnung. Die Schlichtheit und die Enge der Wohnung bewegen mich noch heute. Gekocht wird in einer fünf Quadratmeter kleinen Küche. Hier wird auch gegessen. Dies ist nur nacheinander möglich, an einem kleinen Tisch an dem nur Hocker stehen, Stühle hätten hier keinen Platz. Für mich sehr bedrückende und unfassbare Zustände. Die Kinder essen vom Familiengeschirr. Bescheiden fragt uns die Familie, ob wir den Kauf von extra Geschirr und Besteck für die teilweise kranken Kinder finanzieren könnten. Es ist ein Betrag von 70 Euro, der hier spontane Hilfe ermöglicht. Es lag uns auf den Herzen, diesen Betrag und einen Zuschuss für Lebensmittel der Familie direkt zu übergeben. Auch Malzeug und Fußbälle für die Kinder hatten wir mitgebracht. Für diese Familie und die Spender, die hier die Hilfe für die Kinder ermöglichen, bin ich Gott sehr dankbar.

In einigen Dörfern konnten wir diesmal an der Verteilung eines Teiles der Kleidung des letzten Hilfstransportes teilnehmen. Der Andrang war in allen Dörfern sehr groß, besonders warme Kleidung und Kindersachen sind dabei sehr gefragt. Die Kartons wurden leer geräumt, es blieb keine Kleidung zurück. Auf Rückfragen vor Ort wurde uns immer wieder bestätigt, dass die Kleidung eine große Hilfe für die Menschen ist.
Ein Bürgermeister antwortete auf die Frage nach der Notwendigkeit: „Sehen Sie die vielen Leute, die wären nicht hier, wenn sie diese Kleidung nicht bräuchten." Viele der Dorfbewohner kamen auf mich zu, und soweit reicht mein weniges Russisch, dass ich ihre herzlichen Dankesworte auch ohne Dolmetscher verstehen konnte. Diesen Dank den ich stellvertretend in Kasachstan entgegen nehmen durfte, gebe ich weiter an jeden Spender, der mit Kleidung, Spielzeug, anderen Hilfsgütern oder Geld diesen Hilfstransport ermöglicht hat. Herzlichen Dank auch für jedes Gebet für diese Hilfsaktion.

In einem Ort kamen wir mit einer älteren Frau ins Gespräch. Sie fiel uns auf, weil sie trotz des sehr heißen Sommerwetters die Winterkleidung gleich anzog. Sie bedankte sich für eine Jacke, welche sie vor fünf Jahren (bei unserer letzten Kleideraktion im Dorf) von uns erhalten hatte. Diese Jacke kam ihr damals dünn und für den Winter ungeeignet vor, aber sie nahm die Jacke mit, weil das Aussehen ihr gefiel. Begeistert berichtete sie weiter, dass diese dünne Jacke sich im Winter als überraschend warm erwiesen hätte.

Die Kuscheltiere begeistern auch in diesem Jahr nicht nur die kleinen sondern auch größere Kinder. Das Mädchen auf dem Bild verliebte sich sofort in diesen riesigen Kuschelbären.

Den Rest des Tages lief sie nur noch mit dem Bären umher und strahlte dabei überglücklich über das ganze Gesicht. Immer wieder wollten Kindergruppen mit ihr und dem Bären fotografiert werden. Vielleicht liest auch der Spender des großen Teddybären diese Zeilen? Welch eine große Freude haben dieser Bär und die anderen Kuscheltiere in diesen Ort gebracht!

Jugendliche aus der Gemeinde in Dshetygara haben eine Band gegründet die Rap-Musik mit russischen christlichen Texten spielt. Die Band ist recht erfolgreich und wird bereits auch zu nicht christlichen Veranstaltungen eingeladen. Eine tolle Möglichkeit, „Die gute Nachricht" von Jesus Christus anderen Jugendlichen mitzuteilen. Diese Band trat auch bei unserem Besuch an einem anderen Ort auf und begeisterte die Jugend im Dorf.

Zwei dieser Jugendlichen begleiteten uns auch in die anderen Dörfer und unterstützten fleißig uns bei den Einsätzen. Einer von ihnen arbeitete Nachtschicht in einer Fabrik. Am Tag bei uns, in der Nacht in der Fabrik. Er bekam kaum Schlaf, und trotzdem unterstützte er uns. Aber Gott sieht die Treue. In der zweiten Wochenhälfte fiel seine Maschine in der Fabrik aus, und er bekam überraschend frei.

Pastoren und Mitarbeiter in Kasachstan fragen immer wieder nach, ob wir weitere Transporte senden können. Die Hilfslieferungen sind ein großer Segen für die Menschen. Die Wirtschaftskrise hat auch Kasachstan getroffen, viele Preise sind stark gestiegen. Die Versorgung von Kindern durch die Suppenküchen ist weiter erforderlich.
Aber nicht nur die Suppenküchen, Hilfstransporte und anderen materielle Hilfen sind ein Segen für die Menschen, sondern auch unsere Anteilnahme an ihrem Leben. Pastoren, Mitarbeiter und viele Menschen in Kasachstan stärkt es zu wissen, dass wir im fernen Deutschland an sie denken und für sie beten! Sie sind sehr dankbar für unsere Unterstützung!
Uwe K.
Rasante Fahrt durch den Nationalpark im Torgai-Gebiet

Am 4. Tag hatten wir Gelegenheit, uns den Nationalpark Naurzum in der Nähe von Karamendi, südlich von Kostanai, anzusehen. Die 8-stündige Fahrt mit den Park-Ranger war für alle ein bleibendes Erlebnis.



Die Naturreservate in Kasachstan sind Schutzgebiete, die nicht wirtschaftlich genutzt werden und nur mit Genehmigung betreten werden dürfen, sowie unter ständiger wissenschaftlicher Beobachtung stehen.

Der Naurzum-Nationalpark besteht überwiegend aus sandigen lehmigen Böden, mit trockener Wiesen- und Salzsteppe und uraltem Kieferbewuchs im Norden der Torgai-Senke, dazu zahlreiche Süß- und Salzwasserseen

Die rasante Fahrt durch den Nationalpark hat bei allen einen bleibenden Eindruck hinterlassen - anstatt Blasen an den Füßen zu bekommen wurde vielmehr unser Sitzfleisch während der Fahrt auf eine harte Probe gestellt.

Während der Mittagspause konnten dann alle sich bei einem gemeinsamen Essen und an einem Süßwassersee wieder erholen.

06.07.2010 13:04
Mehrfach denke ich an den Oscar gekrönten Dokumentarfilm ‚Die Wüste lebt' - das Bild verändert sich nahezu ständig: wir fahren an endlosen Feldern vorbei, an grünen Graslandschaften, dann wird das Bild trist und braun, unterbrochen von einer riesigen schwarzen Fläche, auf der ein Brand getobt hat, und schließlich geht es sogar an Sanddünen vorbei. Wir sehen erstaunlich viele Tiere: aus dem Nichts heraus rast eine Herde Wildschweine in dieser unwirtlichen Gegend über die Straße, an der immer wieder majestätische Steppenadler Ausschau nach Erdmännchen halten. Kraniche sind am Himmel zu erkennen, und sogar ein kleiner Wüstenfuchs schaut neugierig auf die Autokolonne, die an ihm vorbei fährt.

In jedem Ort, den wir besuchen, gibt es interessante Begegnungen, und mit welcher Liebe und Hingabe die kleine Hausgemeinde in K. ihr dreijähriges Bestehen feiert ist wirklich anrührend und mehr als nur bewundernswert.
Hier - nach unseren Vorstellungen am Ende der Welt - wirkt Gott auf wundersame Weise. Ich treffe Elvira und Gregory, die direkt neben dem Gemeindegelände wohnen. Dieses Ehepaar war drogenabhängig. Die Begegnung mit Jesus Christus hat ihr Leben total verändert. Die Beiden sind mittlerweile Eltern von vier Kindern und bringen sich engagiert in die Gemeindearbeit mit ein.

Gemeinsam mit unserem Optiker Manfred, einer wahrlich rheinischen Frohnatur, laufe ich am frühen Nachmittag in die Steppe hinaus. Nicht gerade die beste Zeit für einen Erkundungsspaziergang: es ist keine Wolke am Himmel, die Sonne scheint unerbittlich bei fast 39° C im Schatten, und dazu pfeift uns ein heißer Wind um die Ohren. Und doch treffen wir hier den Viehhirten Djüstev, der den ganzen Tag lang diesem Wetter schutzlos ausgeliefert ist...
Es ist nicht das einzige Mal, dass sich mir die Frage aufdrängt: wie kann man hier nur leben? In T. ist der Himmel bewölkt, es ist heiß und dazu stürmt es wie verrückt. Die Jungs, die ich hier treffe, versuchen mit einem Fußball, den wir mitbringen, Basketball zu spielen. Es ist ein aussichtsloses Unterfangen: sobald sie den Ball werfen, bläst ihn der Sturm in eine andere Richtung. Es ist fast unmöglich sich für längere Zeit draußen aufzuhalten. Dafür gleicht das uns zur Verfügung gestellte Haus einem Bienenstock: überall schwirren Kinder herum, die Bilder ausmalen oder Perlen auffädeln möchten. Die Digitalkameras begeistern sie: ständig kommen sie auf uns zu und wollen fotografiert werden.

Am nächsten Tag ist der Spuk vorbei, die Sonne scheint, und dieses Mal klappt es auch mit einem Fußballspiel. 28 Kinder toben mit großem Spaß über den Platz, der im wahrsten Sinne des Wortes ein Ascheplatz ist. Überall liegen kleine Scherben herum.
Während die Kinder draußen bolzen kommt ein Mann aus dem örtlichen Sportverein auf Alexander zu und will unsere Gruppe in verschiedenen Sportarten herausfordern. Alexander lehnt zu unserer großen Erleichterung sein Angebot ab: weder beim Gewichtheben noch beim Ringen würden wir eine gute Figur abgeben. Wir einigen uns auf Volleyball, ein Spiel das zu meinem großen Erstaunen auf einem wirklich guten Niveau gespielt wird. Voller Begeisterung 'hauen wir uns die Bälle um die Ohren', was Folgen haben wird...
Die eingeschränkte medizinische Versorgung zeigt sich für mich hier sehr deutlich. Der uns begleitende Augenarzt behandelt einen 74-jährigen Mann, der schon mehrfach in der Augenklinik in Kostanai war und keine Hilfe bekam. Nachweislich gibt es dort keine Geräte, um eine Hornhautverkrümmung zu diagnostizieren, und so bekommt dieser Mann von uns zum ersten Mal in seinem Leben eine Brille. Allein für diesen einen Menschen hat sich unser Einsatz schon gelohnt!
Die ganze Reise über werden wir fürstlich bewirtet; teilweise ist es fast beschämend wie wir von den Menschen der Gemeinde umsorgt werden. Die junge Familie um Damir, Akmaral und der kleinen Dana bringt einen besonderen Einsatz. Sie begleiten und bekochen uns beim Einsatz in den beiden Dörfern. Wer von uns würde seinem Nachwuchs eine achtstündige Fahrt in dieser Hitze in einem nicht klimatisierten Auto ohne Kindersitz zumuten?

In T. waren wir angemeldet und wurden erwartet - welche Möglichkeiten wir in Suschargan vorfinden werden wissen wir noch nicht. Ist der Bürgermeister einverstanden, bekommen wir Räumlichkeiten, damit Manfred und Gudrun ihre Brillen verteilen können? All diese Fragen klären sich schon vor der Abfahrt aus T.. Offensichtlich wurde viel telefoniert zwischen den beiden Dörfern, und als wir in S. ankommen, steht uns das Schulgebäude zur Verfügung! Die Direktorin, die wie die Schüler jetzt drei Monate Sommerferien hat, teilt mit eisernem Regiment die Kinder für die verschiedenen Aktivitäten ein. Es wurde alles für uns vorbereitet, und wir sind sehr dankbar für diese so greifbare Gebetserhörung.

Gegen Mittag kommen dann einige Jungs an die Schule, die nach dem Volleyballer in unserer Gruppe fragen. Nach dem Anruf aus T. hat die Gruppe am Abend extra noch ein Training absolviert, damit sie mit dem ‚Deutschen' gut spielen können. Ich gehe mit ihnen auf ein riesiges Gebäude zu, an dem alle Fenster mit selbst gemachten Lehmziegeln zugemauert sind. Beim besten Willen habe ich dieses Gebäude nicht für eine Sporthalle gehalten, doch innen ist alles schön gemacht. Bunt bemalte Holzplanken sind zwar kein deutscher Normboden für Sporthallen, aber das tut dem Spiel keinen Abbruch!

Das zweite Erlebnis in Sachen medizinische Unterversorgung macht mir schwer zu schaffen. Nach dem Volleyballspiel komme ich zurück in die Schule und sehe, wie Alexander einen Jungen auf dem Schoß hat, der nur aus Haut und Knochen zu bestehen scheint. Er zeigt ihm Übungen, wie er seine versteiften Gelenke mobilisieren kann. Schirjahn ist unglaubliche 13 Jahre alt und leidet unter einer Gelenklähmung, die wohl auch die Wachstumsspalten betroffen hat. Deshalb ist er recht kleinwüchsig. Schirjahn hatte im Alter von zwei Jahren eine Grippe, die bleibende Gesundheitsschäden zur Folge hatte. Der Gedanke an meinen eigenen kleinen Sohn schnürt mir die Kehle zu...
Gott hat ein tolles Team für diese zehn Tage zusammengestellt und uns als seine Werkzeuge an all diese Orte in Kasachstan geführt. Er hat uns diese Menschen ans Herz gelegt, und sie brauchen wirklich Hilfe. Mit geringen Mitteln kann ER durch uns in diesem Teil der Welt viel bewirken. Können Sie uns dabei unterstützen?

Markus Enderle

In der Zeit vom 04.06.-13.06.2010 waren wir mit 11 Personen in Kasachstan und haben dort neben praktischer Hilfe in abgelegenen Dörfern im Torgai-Gebiet in Zentralkasachstan auch unsere bestehenden Projekte in der Region Kostanai besuchen können.
Nach unserer Ankunft am 05.06.2010 haben wir zunächst unser Team gelt. Uwe K. und Albert D. sind nach Dshetygara weitergereist, um dort in den umliegenden Dörfern unsere Suppenküchen und Sozialstationen zu besuchen und den dortigen Gemeinden zu dienen.Dabei konnten sie miterleben, wie die Hilfe, die unser Verein ins Land gebracht hat, an die hilfsbedürftige Bevölkerung in den Dörfern, die sie während ihrer Reise besuchten, verteilt wurde.

Alle anderen sind zusammen ins Torgai-Gebiet gereist, um dort in zwei Dörfern den Menschen mit praktischer Hilfe zu dienen. Dabei wurden sowohl Kindern wie Erwachsenen Brillen angepasst und die Sehstärke ermittelt. Dank der Unterstützung von einem aus Deutschland mitgereisten Optikerehepaar, Gudrun und Manfred Baltes, konnten sich viele über eine neue Brille freuen. Die Brillengläser lässt der Verein auf eigene Kosten in Kasachstan produzieren. Diese Arbeit wurde zudem von einem einheimischen Augenarzt unterstützt, der alle Augenkrankheiten untersuchte und ggf. den Patienten an eine Augenklinik verweisen konnte.

Neben der praktischen Hilfe konnten auch viele Aktionen mit den Kindern durchgeführt werden. Ob basteln, malen, Sport, oder auch Vorführungen in einem Kino, die Freunde der Kinder und auch der Mitarbeiter war überall sichtbar.
Wir sind dankbar, dass alle gesund und munter zurück nach Deutschland gekommen sind. Die vielen Eindrücke, die jeder Einzelne sammeln konnte haben gezeigt, dass unser Bemühen in Kasachstan den Menschen auf ganz praktische Art und Weise hilft. Das ermutigt uns auch weiterhin, Hilfsgüter an die notleidende Bevölkerung zu verteilen und unser praktisches und finanzielles Engagement, dank der Unterstützung der Menschen aus Deutschland fortzuführen.