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Aktuelles Projekt Rehazentrum in Ridder

17-10-2019

Vor vier Jahren hat es Gott einigen Personen in Kasachstan aufs Herz gelegt, mit einem Sozialdienst unter Gefährdeten zu beginnen. Daraufhin haben sie in einer Stadt namens Ustj-Kamenogorsk, die ca.120 km von der Stadt Ridder entfernt liegt, ein Rehabilitations-Zentrum gegründet. Es wurde mit viel Mühe und Aufwand in Eigenleistung aufgebaut. Die Zahl der Mitarbeiter ist ständig gewachsen. Menschen haben Hilfe erlebt und von der Liebe Gottes erfahren. In zwei Städten in der Umgebung - Zirjanovsk und Ridder – konnte jeweils ein weiteres Reha-Zentrumgegründet und aufgebaut werden.

Die Mannschaft in der Stadt Ridder besteht aus drei Personen. Sie ist bereits ein Jahr dort im Dienst. Im Rehabilitationszentrum von Ridder finden Drogensüchtige, Alkoholiker oder krebskranke Menschen Zuflucht. Auch solche, die wegen verschiedenen Straftaten im Gefängnis waren. Im Reha-Zentrum hören sie Gottes Wort, es wird für sie gebetet und sie erleben Befreiung von ihrem früheren zerstörerischen Lebensstil. Alle Bewohner des Reha-Zentrums sind ehemalige Drogensüchtige, Alkoholiker oder Kriminelle. Jetzt sind sie befreit und von der Liebe Gottes ergriffen und suchen solche Menschen auf, die ähnlich leben wie sie es früher selbst gemacht haben.

Es werden auch Besuche in Krankenhäusern, Tuberkulose-Heilanstalten und einem staatlichen Rehabilitationszentrum gemacht. In der Regel sind die Menschen, die sich hier aufhalten, obdachlos. Auch um Obdachlose und um Menschen in asozialen Ghettos kümmern sich die Mitarbeiter des Reha-Zentrums von Ridder.

Menschen, die dem Evangelium Gehör schenken und ihr Leben verändern möchten, nehmen sie mit ins Reha-Zentrum. Dort werden sie gewaschen, rasiert und gekämmt. Ihre Wunden und Verletzungen werden medizinisch versorgt und behandelt usw.

Sorgen bereitet der Umstand, dass dieses Reha-Zentrum sich in einem Gebäude befindet, das nur für begrenzte Zeit zur Verfügung steht. Dringend gebraucht wird eine dauerhafte Bleibe, d. h. ein eigenes Haus. Die Mitarbeiter sind auf Hilfe von außen angewiesen, weil sie nur über geringe finanzielle Mittel verfügen. Was sie verdienen, reicht bei weitem nicht aus, um die finanziellen Verpflichtungen zu decken. Trotzdem würden sie gern weiter den Menschen im Elend helfen und ihnen die Gute Nachricht des Evangeliums bringen. Die Mitarbeiter des Reha-Zentrums von Ridder haben Hoffnung für Kasachstan e.V. um Hilfe gebeten und wir empfehlen ihre Arbeit zu unterstützen. Deshalb haben wir ihr Anliegen als Projekt auf unsere Internetseite gestellt.

Wenn Sie die Arbeit des Rehabilitationszentrums in Ridder unterstützen möchten, vermerken Sie bitte bei Ihrer Spende unter Verwendungszweck „Reha-Zentrum Ridder“.

Herzlichen Dank für alle Unterstützung.

Hier einige Fotos vom derzeitigen Zustand des Reha-Zentrums


Bericht über die Kasachstanreise im Herbst 2019

14-10-2019

Das 13köpfige Team hat wieder viel erlebt bei seiner Reise im Herbst 2019. In Dshetygara, wo unsere Arbeit begonnen hat, und in den umliegenden Orten konnten sie die Mitarbeiter besuchen und ermutigen. Das Optikerteam war in Karamendy. Dort kamen Leute zum Sehtest, die vor 11 Jahren schon dabei waren und von Manfred Baltes sprachen, der uns bei früheren Reisen als Optiker begleitet hat, und von den Programmen für die Kinder mit Weihnachten im Schuhkarton. Eine besondere Geschichte war die Begegnung mit einem Richter, der zum Sehtest kam. Er hat in Deutschland studiert und sprach hervorragendes Deutsch. Am Abend besuchte er uns im Hotel, um sich noch einmal zu bedanken. Beim näheren Kennenlernen stellte sich heraus, dass er in Deutschland Christen kennengelernt hatte, die ihn mit in ihre Gemeinde genommen haben und die seine Freunde geworden sind.

Dann ging es mit einem abenteuerlichen Flug mit Start auf einer Graspiste von Kostanay nach Astana und weiter nach Almaty. In Shelek kamen die einheimischen Helfer und Mitarbeiter zu einem Treffen in unser Hotel. Was D., einer von ihnen, erzählte, war der Hammer. Er hat alle 162 Brillen in den uighurischen Dörfern persönlich zu den Leuten nach Hause gebracht und hat dabei viele gute Gespräche und Begegnungen gehabt.

Bei herrlichem Wetter besuchte das Team in S. eine Psychologin, die als einzige Jesus-Nachfolgerin in diesem 5000 Seelen Ort seit den ersten Kontakten mit dem Team eine große Veränderung erlebt hat und nun möchte, dass auch andere Jesus kennen lernen. Weiter ging es in die Klinik nach Karghaly und am folgenden Samstag nach Jessik zu einem Optiker- und Kinderteam-Einsatz. Unsere neuen Mitarbeiter, darunter auch unsere neue Optikerin, haben sich gut in die Gruppe integriert und fühlten sich sehr wohl.

Am letzten Freitag ging es einigen im Team gesundheitlich nicht gut. Sie waren angeschlagen und hatten für Samstag 80 Personen auf der Liste, eigentlich viel zu viel für zwei Optiker, die neben der Refraktion auch noch die Brillen anpassen mussten. Lisa, die Übersetzerin war krank. Vorstands­mitglied Markus Pfeil hatte leichtes Fieber und Schüttelfrost und solche Schmerzen in der Schulter, dass ihm 8 Wirbel eingerenkt wurden. Das war wichtig, obwohl die Schmerzen erstmal noch blieben. Zu dieser Zeit waren sie im Krankenhaus in Khargaly und durften dort aufgrund der guten Beziehungen der Leitung und den Mitarbeitern (ca. 6 Personen) ganz offen das Evangelium weitergeben.