Fußball-Camps als Unterstützung für sozial-missionarische Projekte in Kasachstan

Fußball verbindet und fasziniert Menschen. Das ist auch in Kasachstan so. Einige der Kirchengemeinden und Menschen, mit denen „Hoffnung für Kasachstan“ dort zusammenarbeitet, bieten selbst Sportprogramme an. Um diese Initiativen zu unterstützen, führte ein Trainerteam unserer Partnerorganisation Sportler ruft Sportler e.V., bestehend aus Alex Zöller als Leiter, Jurij Adam, Manuel Bühler (ehemaliger Fußballprofi), und Mario Lefebre, im September 2022 in vier kasachischen Städten Fußballcamps für Kinder und Jugendliche durch.





Im Vorfeld der Reise hatte das Team sich Zeit genommen, um zu prüfen welche Einsatzorte passend sind. Glücklich nahmen sie die Materialunterstützung der Firma Uhlsport im Wert von insgesamt € 5.000, (30 Bälle und fünf Trikotsätze a 15 Sets) vor der Abreise in Empfang. Zusätzlich spendete „Stars für Kids“ fünf Trikotsätze der deutschen Nationalmannschaft. In Kasachstan konnten sie zur Freude der Verantwortlichen und der Kinder verteilt werden.


Erste Stationen: Kostanay und Lissakovsk

Die erste Station führte das Team nach Kostanay. Dort trafen sie Wadjim trafen, der die Jugendarbeit einer Kirchengemeinde leitet. Hier führten sie mit 50 Kindern der Sportgruppe ein Fußballtraining durch. Noch am selben Abend reisten sie weiter nach Lissakovsk (etwa 150 km entfernt), wo sie schon von Spielern des FC Santos erwartet wurden. Deren Sportarbeit ist gut organisiert, so dass das Team von SRS e.V. täglich drei Trainingseinheiten für insgesamt 60 Teilnehmer anbieten konnte. Viele Eltern der Kinder, Teens und Jugendlichen schauten zu und fieberten bei den Abschlussspielen mit.






Weiter nach Karaganda

Nach drei Tagen Aufenthalt dort und 17 Stunden Zugfahrt erreichten sie Karaganda. Zu ihrer Überraschung trafen sie dort Keirat, einen Sportler, den sie vor vier Jahren als Trainer ausgebildet hatten. Von Tag zu Tag schlossen sich mehr Kinder den Trainingseinheiten an. Am Ende waren es fast 50 Mädchen und Jungs. Ein besonderes Highlight war der überraschende Besuch von drei muslimischen Jugendlichen, die zusammen mit der Mannschaft und dem Trainerteam am Mittagessen und sogar an einer Veranstaltung in der Gemeinde teilnahmen. 10 Bälle, zwei Trikotsätze und andere Trainingsutensilien blieben in Karaganda.


Von dort aus nach Schymkent

Weiter ging es nach Schymkent, wo das Team einem Sozialprojekt unter die Arme greifen konnte. Pastor Andrej war selbst Sportler (moderner Fünfkampf) und kümmert sich heute gemeinsam mit seiner Frau Olga um die Kinder dieses sozialen Brennpunkts. Keines dieser 25 Kinder hat einen Vater. hat. Fast alle leben bei den Großeltern. Die Seelen dieser Kinder haben tiefe Wunden. Pastor Andrej hat ein kleines Paradies für sie geschaffen. Auf dem Gemeindegelände gibt es einen großartigen Spielplatz, einen mobilen Pool und seit neustem auch ein Fußballfeld, das er in Eigenleistung gegossen, mit Kunstrasen beklebt und mit einem fünf Meter hohen Auffangkäfig umzäunt hat. Neben Fußball soll dort in Zukunft auch Basketball und Volleyball gespielt werden. Das Team unterstützte die Idee eines Multisportfeldes durch den Kauf eins Volleyballnetzes, zweier Basketballkörbe und mehrerer Badmintonschläger. Den Rest der Fußballausrüstung ließen sie auch dort zurück.

Für die Kinder, die von den Fußballcamps profitieren konnten, waren diese ein ungewöhnlicher Beweis von liebevollem Einsatz und Interesse an ihrem Leben. Viele von ihnen werden sich gefragt haben: „Warum machen diese Ausländer das für uns?“ Das Team hat neben den sportlichen Aktivitäten versucht, sie auf Gottes Liebe zu ihnen hinzuweisen, die ihnen genauso gilt wie uns. Wir hoffen, dass viele Kinder dieser Spur weiter nachgehen.